Bürgerforum Tirol setzt Kleinkraftwerke durch

Woher bezieht Tirol in Zukunft seine Energie? Während die ÖVP-SPÖ Landesregierung stur an neuen Großkraftwerken festhält, hat Energiesprecher Bernhard Ernst einen wesentlichen Anstoß zu einem Umdenken im Land Tirol gegeben: Im Mai 2009 hat er im Tiroler Landtag einen Antrag zur Effizienzsteigerung, also zur Verbesserung, bei Kleinwasserkraftwerken eingebracht. Der Landtag hat den Antrag einstimmig angenommen und ÖVP Landesrat Anton Steixner mit der Umsetzung beauftragt.

Die rund 800 Kleinwasserkraftwerke in Tirol erzeugen ein Viertel, genau 1.500 GWh, des in Tirol verbrauchten Stroms von insgesamt 6.000 GWh.

Die Verbesserung der Kleinwasserkraftwerke bedeutet aber keine weitere Naturbeeinträchtigung und keine neue Bachverbauung. Das Verbesserungs-Potential bei den Kleinwasserkraftwerken ist gewaltig: Bei optimistischer Schätzung rechnen Fachleute mit einer Steigerung von bis zu 20%, das sind dann 300 GWh. Zum Vergleich: Damit ist die Leistung von vier Laufkraftwerken in der Größenordnung von Telfs (70 GWh) zu erzielen.

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