Landeshauptmann Günther Platter klassifiziert Volksbegehren als „Flächenbrand“

Wasser und die Wasserkraft, ein kostbarer Stoff. Den Stubaitalern ist das sehr wohl bewusst. So sind sie für Wasserkraft, wollen sie aber selber nutzen. Gegen den Willen der ÖVP/SPÖ Landesregierung haben jene Neustifter, die von ihrem Wahlrecht Gebrauch machen wollten, per Volksentscheid mehrheitlich mit 85 Prozent entschieden: „Nein, lieber Herr Landeshauptmann, wir lassen unser Wasser nirgendwohin ableiten.“

Volksentscheide sind für Günther Platter lästig und sogenannte politisch unbefugte Bürger erzeugen seiner Meinung nach allenfalls einen „Flächenbrand“. So qualifizierte Landeshauptmann Platter im Landtag den Willen der Bürger von Neustift herab. In diesem Sinne war angesichts einer angeblich geringen Wahlbeteiligung das Volksbegehren für die Neustifter eh eine Schuhnummer zu groß gewesen. Eine derartige Geringschätzung  gegenüber den Bürgern, war bis dato bei allen Landeshauptleuten, Eduard Wallnöfer eingeschlossen, streng verpönt.

Unumstößlich ist: Am 13. März 2011 haben die Bürger in der Gemeinde Neustift im Stubaital mehrheitlich, in demokratischer Volksabstimmung, gegen eine weitere Wasserableitung aus dem Stubaital gestimmt. Das, Herr Landeshauptmann haben sie zur Kenntnis zu nehmen und umzusetzen.

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